Die Willy-Brandt-Straße 18 vor der Sanierung – ein grauer Kasten mit wenig Charme
 

WILLY-BRANDT-STRASSE 18

Das viergeschossige Wohnhaus Willy-Brandt-Straße (früher Bahnhofstraße) 18 wurde 1910 errichtet und fällt vor allem wegen seines hohen Sockelgeschosses und seiner voluminösen Kubatur auf. Gemeinsam mit dem schräg gegenüberliegenden früheren Kaiserlichen Postamt und dem benachbarten früheren Realgymnasium, dem heutigen Friedlieb-Ferdinand-Runge-Gymnasium, legt das Gebäude bis heute Zeugnis ab von dem zu Beginn der 20. Jahrhunderts herrschenden Gründergeist und dem bürgerlichen Selbstbewusstsein, die sowohl bei öffentlichen als auch bei privaten Bauten zu sehr großen und repräsentativen Objekten führten. Das auch "Haus der Schifffahrt" genannte Gebäude Willy-Brandt-Straße 18 zählt noch immer zu den städtebaulich und bauhistorisch bedeutendsten Gebäuden der Stadt.
 
Aufgrund jahrelangen Investitionsstaus bestand Mitte der 1990er Jahre umfassender Modernisierungs- und Instandsetzungsbedarf, der sich sowohl auf die acht Wohnungen als auch auf die Fassade erstreckte.
 
Während die Sanierung der Wohnungen vom Eigentümer allein finanziert wurde, konnte die 1998 durchgeführte Fassadeninstandsetzung aus Städtebauförderungsmitteln unterstützt werden. Dabei wurden die beiden Turmspitzen wiederhergestellt und die Korbbogenloggia sowie die Fassadendekorationen aufgearbeitet.
 
Die Modernisierung und Instandsetzung der Gebäudehülle wurde mit Städtebauförderungsmitteln in Höhe von rd. 131.000 Euro bezuschusst.
 

Das Gebäude nach der Sanierung – ein repräsentatives Stadthaus an einer wichtigen Verbindung vom Bahnhof zum Stadtzentrum