Das Gebäude vor der Sanierung – ein unscheinbares, leerstehendes Haus in exponierter Lage
 

SCHLOSSPLATZ 5

Das Gebäude Schlossplatz 5 – auch Blumenthalsches Haus genannt – wurde um 1800 erbaut und diente zunächst den jeweiligen Hofgärtnern als Wohnhaus. In den 1850er Jahren erwarb es die jüdische Familie Blumenthal, die hier im Jahr 1852 die erste Privatbank der Stadt Oranienburg gründete. Bis 1928 lebte mit Martin Blumenthal, der nicht nur Kaufmann und Bankier, sondern zugleich auch Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Oranienburgs war, ein Mitglied der Familie im Haus Schlossplatz 5.
 
Nachdem die Familie Blumenthal nach Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrieren musste, hatte das Grundstück verschiedene Eigentümer und gehört heute der Wohnungsbaugesellschaft mbH Oranienburg.
 
Ein Nachfahre der Familie, Herr Prof. Werner M. Blumenthal, heutiger Direktor des Jüdischen Museums Berlin und ehemaliger amerikanischer Finanzminister, ist seit 2000 Ehrenbürger der Stadt Oranienburg.
 
Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich in repräsentativer Lage am Schlossplatz und ist wichtiger Bestandteil des Ensembles Schloss – Schlossplatz – Schlosspark. Da sich das Gebäude lange in einem sehr schlechten baulichen Zustand befand, der sich auch in seinem äußeren Erscheinungsbild widerspiegelte und damit einen städtebaulichen Misstand darstellte, wurde es 2007/2008 umfassend modernisiert und instand gesetzt. Es beherbergt heute in den Erdgeschossräumen ein Restaurant, im Obergeschoss befinden sich Büroräume.
 
Die Instandsetzung der Gebäudehülle wurde mit Städtebauförderungsmitteln in Höhe von 82.000 Euro bezuschusst.
 

Seit der Sanierung ist das
Blumenthalsche Haus ein Blickfang