Das Gebäudeensemble im Jahr 1983 als Sitz der Handwerkskammer bzw. Wohnhaus
 

RUNGESTRASSE 31–33

Die Gebäude Rungestraße 31 und 33 gehörten zu der ehemaligen "Chemischen Produkten-Fabrik" Oranienburg und entstanden in den Jahren 1824 bis 1844. Das Gebäude Rungestraße 33 wurde zuerst und gemeinsam mit den Fabrikgebäuden Rungestraße 39, 41, 43 und 45 errichtet und wurde als Labor genutzt. Das Wohnhaus Rungestraße 31 entstand später in den Jahren 1843/1844 als "Wohnhaus des 2. Disponenten und Chemikers".
 
Laborgebäude und Wohnhaus wurden später durch einen Zwischenbau verbunden, der in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts aufgestockt wurde. 1945 wurde die chemische Fabrik verstaatlicht und die Produktion zunächst weitergeführt. Nachdem sie in den 1970er Jahren jedoch eingestellt wurde, diente das Hauptgebäude weiter als Wohnhaus, jetzt aber für bis zu vier Mietparteien. Das Laborgebäude wurde Sitz der Handwerkskammer des Kreises Oranienburg und behielt diese Funktion bis Mitte der 90er Jahre.
 
Im Dezember 1999 wurden beide Gebäude wegen ihrer wirtschaftlichen, bauhistorischen, städtebaulichen und kulturhistorischen Bedeutung in das Verzeichnis der Denkmale des Landkreises Oberhavel aufgenommen.
 
Nachdem das Gebäudeensemble nach längerem Leerstand an das gemeinnützige Christliche Jugendzentrum Oranienburg e.V. übertragen wurde, erfolgte eine umfassende Modernisierung und Instandsetzung, die 2007 abgeschlossen wurde.
 
Heute werden die Gebäude als Kinder- und Jugendhaus genutzt, in dem jungen Menschen in persönlichen und sozialen Krisensituationen Unterkunft, soziale Betreuung und Therapie in betreuten Wohngruppen angeboten werden.
 
Die Instandsetzung der Gebäudehülle wurde mit Städtebauförderungsmitteln in Höhe von rd. 99.700 Euro bezuschusst.
 

Im neuen Glanz: Nach der Sanierung 2007