Grauer Rauputz, schmucklose Fassadenflächen und nicht zum Gebäude passende Fenstergliederungen verliehen dem Gebäude ein trostloses Aussehen.
 

MITTELSTRASSE 11

Das Wohnhaus Mittelstraße 11, in unmittelbarer Bahnhofsnähe gelegen, wurde 1989 erbaut. Das zweigeschossige Wohnhaus ist eines der letzten Zeugnisse der historischen Bebauung in der Mittelstraße, nachdem zahlreiche große Neubauten den Maßstab der straßenbegleitenden Bebauung und die historische Parzellenstruktur empfindlich gestört haben.
 
Das Grundstück Mittelstraße 11 gehörte zunächst dem Glasermeister Gustav Schmidt, der im Jahr 1890 durch den Oranienburger Bauunternehmer W. Dassler ein zweigeschossiges Gebäude mit Pappdach errichten ließ. Das Grundstück blieb rechtlich stets im Eigentum der Familie Schmidt bzw. deren Erben, auch wenn z. B. 1923 der Fleischermeister Paul Spychala als Mieter der Nebengebäude auf dem Grundstück gewerblich tätig war und "... mit seiner Räucherei den Protest einiger Anwohner, die die Stadtverwaltung "vertraulich" über die Missstände informierten ..." hervorrief und das Grundstück nach Zwangsverwaltung während der DDR-Zeit erst 1998 an die Erbengemeinschaft zurück übertragen werden konnte.
 
In den Jahren 2000/2001 sanierten die Eigentümer das aus einem Vorderhaus und einem hofseitigen Anbau bestehende Objekt umfassend. Neben der Modernisierung der sechs Wohnungen war vor allem die Wiederherstellung einer ansprechenden Fassade ein wesentliches Sanierungsziel. Seine besondere Wohnqualität bezieht das Grundstück heute aus der Neugestaltung der Hofflächen.
 
Für die Sanierung der baulichen Hülle wurden rd. 39.000 Euro an Städtebauförderungsmitteln eingesetzt.
 

Mutige Farbgebung und die Fassade gliedernde Elemente bewirken ein gänzlich neues Erscheinungsbild