Der Fassade fehlte bis zur Sanierung
nicht nur ein Anstrich
 

LEHNITZSTRASSE 26

Das in den Jahren 1902/1903 errichtete Gebäude spiegelt bis heute nahezu unverändert den Charakter der ursprünglichen Bebauung der Lehnitzstraße wider. Das durch den Zimmermeister W. Mantzel für den Bankier Eugen Schaad im Landhausstil mit Neorenaissanceformen entworfene Gebäude entsprach mit Salon, Herrenzimmer, Bad, Fremdenzimmer u. a. m. dem großbürgerlichen Geschmack dieser Zeit. Nach einem Eigentümerwechsel im Jahre 1908 ließ der neue Eigentümer, der Tierarzt Dr. F. Lamcke, durch den Oranienburger Bauunternehmer W. Dassler auf dem Hof die noch erhaltene Remise errichten, die er für seine Praxis nutzte.
 
Das Gebäude befindet sich heute im Besitz des Vereins Lebenshilfe e. V. und wurde in den Jahren 1997 bis 1999 umfassend saniert. Es steht seitdem Menschen mit psychischen und geistigen Behinderungen zur Verfügung und enthält Räume für Wohngemeinschaften, Büros und einen Freizeitclub. Die neu gestalteten Außenanlagen auf dem Hof des Grundstückes besitzen eine hohe Aufenthaltsqualität und sind für die heutige Nutzung ebenso wichtig wie die sanierten Gebäude.
 
Für die Instandsetzung der Gebäudehülle einschließlich der Remise wurden Städtebauförderungsmittel in Höhe von rd. 133.000 Euro eingesetzt. Die Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten im Gebäudeinneren wurden aus anderen Förderprogrammen bzw. Eigenmitteln des Trägers der Einrichtung finanziert.
 

Innen wie außen erstrahlt das Gebäude nach der Sanierung im neuen Glanz und zeitgemäßen Zustand