Grau und trist erscheint das Gebäude im unsanierten Zustand
 

HAVELSTRASSE 17 A UND 17 B

Die im Stadtarchiv nachweisbare Geschichte des Hauses beginnt im Jahr 1862. Zu dieser Zeit wurde das Grundstück unter der Anschrift Hirtendamm 17 geführt. Es war mit einem traufständig zur Straße stehenden Hauptgebäude und Seitenflügeln im Hofbereich bebaut. Der damalige Eigentümer, Schlachtermeister Ancion, veranlasste die Errichtung einer Remise im Hofbereich. Nach bis in die 1930er Jahre häufig wechselnden Eigentumsverhältnissen stellte der Gastwirt Max Duwe, Eigentümer seit 1930, im Februar 1936 einen Bauantrag zur Errichtung von zwei Wohn- und Geschäftshäusern auf dem zu dieser Zeit aus zwei Flurstücken bestehenden Grundstück. Die damals errichteten Hauptgebäude sind in ihrer Grundform, das heißt mit zwei Vollgeschossen und teilweisem Dachausbau, bis heute erhalten geblieben. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde der Laden im Haus Nr. 17 B zu einer Wohnung umgenutzt, in das Haus Nr. 17 A zog ein Friseurgeschäft ein, das bis zum Ende der 80er Jahre betrieben wurde. Die Oranienburger Familie Duwe war bis 1996 Eigentümer beider Grundstücke und veräußerte die beiden Haushälften zu diesem Zeitpunkt an je eine Privatperson.
 
Die Sanierung beider Objekte erfolgte im Zeitraum von 1997 bis 1999 durch die jeweiligen Eigentümer.
 
Die Sanierung der baulichen Hülle des Hauses Havelstraße 17 A wurde mit rd. 21.000 Euro aus Städtebauförderungsmitteln bezuschusst.
 
Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich auch heute ein Friseurgeschäft, das Obergeschoss wird zu Wohnzwecken genutzt.
 

Die dem historischen Zustand entsprechend sanierte Fassade