Gebäudeleerstand und ein ungepflegtes Erscheinungsbild prägten das Gebäude bis zur Sanierung
 

BERNAUER STRASSE 14

Die älteste zum Grundstück Bernauer Straße 14 im Stadtarchiv vorhandene Unterlage stammt aus dem Jahr 1877. Das Grundstück wurde damals unter der Hausnummer Bernauer Str. 213 A und B geführt und gehörte dem Schlächtermeister W. Anton. Das Hauptgebäude war zweigeschossig, traufständig und glich in seiner Kubatur den heute noch vorhandenen Häusern Bernauer Straße 6 und 8. 1884 erwarb der Gastwirt Kamfenkel das Grundstück und stellte 1885 den Bauantrag zur Errichtung des Wohn- und Geschäftshauses in seiner heutigen Gestalt. Planung und Ausführung des Bauwerkes übernahm der ortsansässige Bauunternehmer Heinrich Lauter. Der spätere Eigentümer Schlossermeister Dannefeld ließ 1905 ein Werkstattgebäude im Hof errichten. 1909 wurde das Gebäude erneut umgebaut und erhielt die heute wieder vorhandene Durchfahrt, die die 1930 ausgeführte Errichtung von Garagen auf dem rückwärtigen Grundstücksteil erlaubte.
 
Die Putz-/Klinkerfassade des Gebäudes besitzt im Straßenzug der Bernauer Straße eine erhebliche stadtbildprägende Wirkung, die jedoch bis zur Sanierung durch den schlechten Erhaltungszustand sowie den deutlich sichtbaren Leerstand erheblich beeinträchtigt war.
 
Nach jahrzehntelanger staatlicher Zwangsverwaltung wurde das Grundstück 1992 wieder in Privatbesitz übertragen. Aufgrund seiner städtebaulichen Lage sowie seines besonderen Stellenwertes für das Straßen- und Ortsbild wurde es mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung 1996 in die Prioritätenliste zur Gebäudesanierung aufgenommen.
 
Die Modernisierung und Instandsetzung konnte 1998 abgeschlossen werden. Für die Instandsetzung der baulichen Hülle wurden Städtebaufördermittel in Höhe von rund 33.000 Euro eingesetzt. Heute wird das Erdgeschoss gewerblich genutzt, in den oberen Geschossen befinden sich Wohnungen.
 

Die wiederhergestellte gründerzeitliche Fassade nach der Sanierung