Leerstand und schlechter Gebäudezustand
erzeugten ein desolates Bild

ADOLF-DECHERT-STRASSE 5

Das Gebäude Adolf-Dechert-Straße 5 wurde 1898 als dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Die Putz-/Ziegelfassade ist reich mit neoklassizistischen Stuckelementen dekoriert.
 
Bauherr war der Sattlermeister Albert Klaas, bis 1923 befand sich das Grundstück im Familienbesitz. 1911 erfolgten in Hofbereich und Erdgeschoss ein Um- und Anbau, die für ein Lichtspieltheater mit rund 380 Plätzen genutzt wurden. Auch nach dem Verkauf im Jahr 1924 wurde das Kino durch den neuen Eigentümer Hans Römer unter dem im Jahr 1931 eingeführten Namen "Filmpalast" bis 1939 weiter betrieben. Wegen nicht erfüllbarer bau- und brandschutztechnischer Auflagen musste das Kino 1939 jedoch geschlossen werden und zog in einen Neubau in der Berliner Str. 53 (heute Nr. 40) um, wo es sich bis heute befindet.
 
Das unverändert in privatem Besitz befindliche Gebäude war vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen insbesondere in Bezug auf sein äußeres Erscheinungsbild stark erneuerungsbedürftig und als städtebaulicher Misstand zu bewerten.
 
Für die Instandsetzung der baulichen Hülle und die Wiederherstellung ihres historischen Zustandes wurden im Zeitraum Januar bis Juni 2004 rund 91.000 Euro aufgewendet, von denen 40 % aus Städtebauförderungsmitteln bezuschusst wurden. Heute prägt nicht nur die Fassade des Gebäudes das Stadtbild wieder positiv, auch das Erdgeschoss konnte im Zusammenhang mit dem Umbau einer neuen Nutzung (Wohnen) zugeführt werden.
 

Mit der Sanierung entstand ein attraktives Wohnhaus mit begehrten Wohnungen